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written by Vivie on 31.01.2012 - 12:02 CET
Da ich nun Jahrelang Zeit hatte zu überlegen, womit ich den Blogbereich hier füllen könnte, hat sich nun endlich etwas gefunden, über das es sich vielleicht lohnt, sogar regelmäßig zu berichten.
Bekanntlich bin ich ja recht forenaktiv und so war es auch kein Wunder, das ich über einen Thread stolperte, der spontan mein Interesse weckte. Für Interessierte der Link --> http://eu.battle.net/wow/de/forum/topic/3269667347 Der Zeitpunkt war optimal, wo mein Twinkrausch gerade so langsam am abklingen war, 2 gute Ingamefreunde nach Thrall weitergezogen sind und ich feststellte, das mir irgendwie die Motivation fehlt, neben dem Main auch noch alle 85er Twinks regelmäßig durch den LFR zu jagen. Da ich seit dem T11 Content eh nicht mehr aktiv raide und daher auch ein Frienddasein in der Gilde friste (mich also keiner vermisst, wenn ich mich ne Weile lang nicht blicken lasse :D), beschloss ich mich, dem im Thread vorgestellten Projekt anzuschließen. Bereits im Vorfeld flatterten TS Daten durch die (über die Tage bereits mehreren) Threads und eines Abends packte mich die Neugier - schließlich will man ja wissen auf was für Leute man sich da im Zweifel einlässt. Es war Mittwoch, der 25.01. als ich mich mitten in der Nacht ganz gespannt in dieses ominöse TS begab und dort auf ca. 10 Leute traf, von denen bis auf einer, der offensichtlich zuviel gebechert hatte und sich entsprechend daneben benahm, durchaus sehr nett zu sein schienen. Man kam ins Gespräch und einige Stunden später verließ ich die Runde mit der Gewissheit, das die WoW Community nicht nur aus Idioten besteht. Nach einer weiteren nächtlichen TS Session, die das angenehme Bild der TS-Gemeinschaft nochmal bestätigte, war es am 27.01. um Punkt 18 Uhr endlich soweit. Projektstart. Alles wartete gespannt auf die Bekanntgabe des Servers und noch bevor ich den Thread im Forum aktualisieren konnte schallte ein "es ist Rexxar" durch's TS. Ich jubelte innerlich, das man sich wider Erwarten für einen PvE Server entschieden hatte, war aber gleichzeitig wenig erfreut darüber, das die Wahl ausgerechnet auf Rexxar gefallen war. Zähneknirschend löschte ich meine kleine Allianz Worgen Hexe, um Platz zu schaffen für den neuen Projektchar. Gleichzeitig stellte ich fest, das ich meine Berufspläne ändern müsse, da mir die Möglichkeit verwehrt bleiben würde, sowas wie nen Farmchar zu erstellen, denn weitere Chars zu löschen, ist mir die Sache dann nun auch nicht wert. Aber alles jammern hilft nichts, daher erstellte ich den nun 3. Priester auf Rexxar in der Version einer Untoten und taufte ihn nach meinem ersten WoW Char: Xelessia. Das Bild, das sich mir offenbarte, als ich endlich den Loginvorgang abgeschlossen hatte war göttlich. Startgebietüberflutung as its best und ganze 10 Minuten später war auch ich dann Teil des Projekts das sich passenderweise nach dem Titel des Forenthreads "Eine Idee" benannte. Es dauerte gut 1.5 Stunden bis ich endlich alle Quests im Startgebiet abgeschlossen hatte und sich somit die Masse auch so langsam etwas verlief. Im TS verkrümelte sich die Gemeinschaft der letzten Nächte in einen separaten Channel, um dem wilden Geschnatter zu entkommen und der Gildenchat ratterte schneller durch als der Handelschannel zur Primetime. Noch am gleichen Abend erreichte die Gilde das Membercap von 1000 Mitgliedern. Es war durchaus interessant den Counter bezüglich des Gildenquestachievements zu beobachten, dessen Zahl sich quasi sekündlich änderte. Als ich Stufe 8 erreicht hatte, ploppte dann auch der 50.000 Quest Gildenerfolg auf und im Gildenchat folgte ein minutenlanges GZ-Gespamme. Mein Ziel für den Abend war Level 10 zu erreichen, um zumindest PVP spielen zu können. Irgendwie hatte ich gänzlich verdrängt welch schwachsinnige Idee es ist, mit diesem Level ohne Accountgear in Warsong rumzuspringen und beschloss nach einer Runde PVP entsprechend, diesen Bereich des Spiels dann doch besser vorerst zu meiden. Glücklicherweise tat sich kurz darauf auch die erste Instanzgelegenheit auf, denn im TS wurde fleißig ein Ragefire Guildrun geplant, bei dem ich natürlich nicht fehlen wollte. Mit zwei Heilern im Gepäck gings dann los und ja - Ragefire ist durchaus hart, auf Level 10/11, mit normalem Questgear. In dem Fall noch durchweg grauem Zeug. Nach 3 Wipes beim Instanzendboss beschlossen wir es mit selbstgekochtem 2 Ausdauer Buffood zu versuchen, gaben ein kleines Vermögen für Mana- und Heiltränke aus und boxten den Boss schlussendlich mit Ach und Krach um. Ganz angetan von der Herausforderung und indes um 2-3 Level höher marschierten wir in gehabter Konstelleation durch die Höhlen des Wehklagens und verbrachten anschließend den Rest der Nacht in der Tiefschwarzen Grotte, die wir trotz einem geringfügigen *hust* Hitproblems unseres Level 14 Magiers erfolgreich abschließen konnten. Selbstredend, das die Instanzeingänge per pedes angesteuert wurden, was bereits aufgrund des geringen Levels abenteuerlich genug war und den ein oder anderen in eine gewisse Nostalgiestimmung brachte. Als ich früh am Morgen total übermüdet, aber mit nem Sack voll wirklich lustiger Erinnerungen ausloggte, stellte ich fest, das auch bereits der erste das vorgegebene Levelcap von 39 bereits erreicht hatte. Selbstredend, das ich auch an Tag 2 dabei sein würde. Unser Tank hat indes einiges an geeignetem Gear gesammelt und wir sind auch wieder von 2 auf einen Heiler runter. Der Unterschied war bemerkenswert und das ganze unterschied sich nicht mehr nennenswert von den Dungeonfindererfahrungen mit dem letzten Twink. Schild, Renew und aufpassen das man nicht einschläft. So konnte der Abend natürlich nicht enden und auf der Suche nach einer Herausforderung tat ich mich schlussendlich mit 2 Magiern und einer frisch Lvl 15 gewordenen Tankdruidin ohne Tankerfahrung zusammen, um Burg Schattenfang unsicher zu machen. Ich kann nur soviel sagen, das es ein echtes Abendteuer gewesen ist, mit gezielter Tankopferung, Magiertanks, geschicktem Nutzen von Treppen und ner großen Portion Glück. Unnötig zu erwähnen, das ich seit Jahren das erste Mal wieder überlegte wo in der Nähe der Instanz ein NPC zu reppen steht bzw. diesen schlussendlich auch nutzte. Ich hatte ganz vergessen wieviel Spaß es machen kann sich den Popo wundzuwipen und vor allem wie stolz man ist, wenn man das unmöglich scheinende dann doch irgendwie schafft. Den folgenden Sonntag nutzte ich, um mich ein wenig um mein Gear und auch meine Berufe zu kümmern. Schließlich hatte der Rest der Truppe schon ordentlich voraus gelevelt und da kam mir der Dungeonfinder, samt Beutelbelohnung ganz recht. Unnötig zu erwähnen, das sich ausschließlich Agi- und Strength Ketten, Ringe und Umhänge darin befanden. Dafür hatte ich keine Probleme Bossdrops zu bekommen, da wie üblich der Rest de Kram dank Accountgear eh nicht benötigte. Das Fazit des Tages: Level 36, Verzauberkunst 145, Kräuterkunde 150, Erste Hilfe 125, Angeln 140, Kochen 80 und ein verkauftes Hurtigkeitstrankrezept für sagenhafte 44 Gold. Als ich am Montag einloggte, stellte ich fest, das meine Gruppenkollegen bereits das vorgegebene Levelcap erreicht hatten und wurde direkt Ninjainvited, um durch Uldaman zu tapsen. Dank der altbekannten Doppel-Heiler Kombination beschloss ich dem frisch erworbenen Shadowspec mal eine Chance zu geben und stellte fest, das ich als Discpriest nicht nur mehr Schaden zustande bringe, sondern auch weniger bzw. eigentlich gar keine Manaprobleme habe. Nach dem Run wollte ich mich eigentlich abseilen, um mein Gear abermals mittels Dungeonfinder aufzubessern, da ich die üblichen Stoffi-Trauminstanzen bisher lediglich einmal spielen konnte und dort bei 3-4 Stoffies in der Gruppe einfach mit zu wenig Glück gesegnet war, allerdings reizte mich die aufgekommene Idee einen Gildenerfolg zu erspielen, der noch offen war und somit machte sich die Gruppe bestehend aus zwei Lvl 37 Heilern, nem 39er Mage, nem 39er Warriortank und einer 39er Eule, die im Gildenchat aufgegabelt wurde, auf den Weg in Richtung Stratholme Hintereingang. Bereits nach den ersten Gruppen stellte sich heraus, das unsere Caster kaum etwas treffen und unser Tank ordentlich auf die Mütze bekommt und so war es fast schon offensichtlich das die Eule sich nach 4 Gruppen mit de Worten "sorry, dachte nicht das es so langsam voran geht" verabschiedete. Eifrig suchten wir nach Ersatz und fanden diesen in einem 39er Jäger, der unser Vorhaben dann auch realistischer werde ließ, da ihm das hohe Level der Mobs weniger auszumachen schien. Wir schlugen uns langsam aber sicher durch die Instanz und packten nach einigen Bedenken auch Rammstein, der unseren Tank in mehreren Tries in den Boden gerammt hatte. Zuversichtlich steuerten wir den Baron selbst an und wurden eiskalt in die Schranken gewiesen, da uns Heilern bereits bei 70% Boss HP das Mana ausging. Diverse Taktikänderungen ließen die Boss HP in weiteren Tries zwar tiefer allen, dennoch blieben die Skellete weiterhin ein Problem, sowie die Tatsache, das wir einfach zu wenig Schaden auf dem Boss hatten. Der Schlüssel war schlussendlich der Tausch des Magiers gegen einen Protpala, der die Skelette hinderte die Heiler zu vermöbeln und nebenbei noch einiges an Schaden auf den Boss brachte. Stratholme clear mit Lvl 38/39 (ja ich hatte zwischendrin ein Levelup :D) und dank des Runs weiß ich nun auch wo in den EPL man reppen kann :D Level 39 und mein erster Besuch beim Levelstop NPC überhaupt, rundete den Abend ab. Der Plan für die nächsten Tage: Berufe skillen, Gear noch etwas aufbessern (immernoch Lvl 17 Zeug am Leibe) und vielleicht nochmal eine verrückte Aktion für das Hügel-Gildenachievement (was vermutlich nicht ganz so hart wird, wie die Baron Geschichte). Eigentlich wollte ich mir das Projekt eher mehr aus Neugier mal anschauen und hätte nicht gedacht, das mich schon die Levelphase derart fesselt. Zu 80% bin für Instanzruns angreist, habe mehrmals während einer Instanz rausgehen und reppen müssen, habe viele Wipes erlebt und über Bossmechaniken und alternative Vorgehensweisen sinniert. Kurzum - innerhalb von 4 Abenden mehr erlebt und Spaß gehabt wie seit Jahren nicht mehr. Wenngleich ich noch nicht wirklich glücklich mit der Gildenorganisation bin (ich nehme faktisch keinerlei Organisation oder Leitung wahr) und sich unter den 1000 Mitgliedern ein Haufen Spieler tummeln, mit denen ich um keinen Preis zusammen losziehen möchte, so hat sich das Projekt für mich bis jetzt tatsächlich gelohnt, was vor allem an der netten kleinen TS-Gemeinschaft liegt, die offensichtlich ganz auf meiner Wellenlinie ist und sich auch von Tag zu Tag um 1-2 Leute vergrößert. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickelt. Wie lange der Levelstop aufrecht erhalten wird und wieviele vor allem noch da sind, bis auf Level 60 erste Raids starten. Die Resonanz auf das Projekt ist jedenfalls enorm. Noch immer sind Leute auf der Warteliste, die darauf warten, das ein Plätzchen in der Gilde frei wird. Allgemein ist es schön zu erleben, das auch die Alteingesessenen Rexxaner von sich aus Hilfe anbieten und stellenweise ohne Aufforderung Leuten aus der Gilde Taschen oder Gold schicken. Kurzum - WoW macht wieder Spaß :)
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